herschel
transformarchitekten© bda


ht4a
 

Wettbewerb. fs41 2016

 
Wohnanlage Hybrid. fs41 2016

herschel
transformarchitekten© bda

projekte. aktuell. studio. kompetenz. kontakt.
ht4a

Daten / Fakten

Wohnanlage Hybrid Areal Frankfurter Str. 41
Architektur und Freiraum

Wohnen an der Hofgasse Taunusstr. 11, Waldstr. 30, Rüsselsheim

WF 3.200 m²
BGF 6.000 m²
BRI 18.000 m³

40 WEP mit Tiefgarage (Mittelgarage) davon 8 barrierefrei Zufahrt von der Frankfurter Strasse
31 Abstellräume in den Untergeschossen
55 Wohnungen, davon 26 barrierefrei
1 Gewerbeeinheit an der Waldstrasse
1 Gemeinschaftsraum ebenerdig an der Taunusstrasse
2 barrierefreie Stellplätze auf der Hofgasse

Landschaftsplanung
sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin

Visualisierung
Archimation, Berlin

Visualisierung Gartenhöfe
Plan Erdgeschoss mit Außenbereich

Stadträumliches Konzept.
Die übergreifende Bandstruktur mit 7 Wohngebäuden ermöglicht sowohl eine wiedererkennbare Bebauungsstruktur, als auch die individuelle Anpassung an die Lage auf den Grundstücken und den jeweiligen Anschlüssen zu bestehenden Gebäuden, Mauern und Freiflächen.

Visualisierungen Gartenhöfe

Gebäudestruktur.
Die strukturelle Konzeption der Apartments ist eng mit dem momentanen Bedarf an Kleinstwohnungen verbunden.

Die partiell mögliche Zusammenschaltung einzelner Einheiten lässt zusätzlich eine entwicklungsbedingte Änderung der Wohnungsgrößen zu (optionale Verbindungen sind in den Wohnungstrennwänden grau markiert).

Die stringente Übereinanderstapelung der Wohnungsgrundrisse ermöglicht eine Ausführung der Versorgungstechnik ohne Versprünge (Statik/HLS), die technischer Maßnahmen werden konzentriert gebündelt und bedeuten eine erhebliche Einsparung der Baukosten. Der alternative Einbau von bodengleichen Duschen oder Badewannen in den Bädern ist möglich.

 

Längsschnitt / Ansicht parallel zur Hofgasse
Lageplan Grundrisse OG 2

Freiraumgestaltung.
Konsequent dem städtebaulichen Ansatz folgend, entwickelt der Freiraum eine stringente übergreifende Struktur, die sich jedoch gestalterisch und sozial feingliedrig ausdifferenziert. Es entstehen Orte der Gemeinschaft, der engen Nachbarschaft und des privaten Rückzugs innerhalb eines Ensembles mit klar erkennbarer Identität.

Eine hochwertig gepflasterte Wohngasse bildet der L-Figur des Grundstücks folgend das Rückgrat und die Haupterschließung des Ensembles. Zwischen den Baumodulen der Westseite entwickelt sich eine Sequenz kleiner Gartenhöfe. Sie dienen sowohl der Gebäudeerschließung als auch als Gartenkulisse der EG-Wohnungen. Am Knickpunkt der Gasse - und im Hauptblick in Südrichtung - entsteht ein Gemeinschaftshof unter einem dominanten Großbaum mit Sitzgruppe.

Basis.
Die „Korngrösse“ der Kubatur ist auf das Stadtbild von Rüsselsheim durch die Aufnahme der Mischung aus kleinen Wohngebäuden, Höfen mit Scheunen, und gründerzeitlichen Wohn- und Geschäftshäusern abgestimmt und modern interpretiert.

Horizontal sind die Bauteile durch eine verbindende Schichtung gefasst:
Untergeschossband dient als Basis für Tiefgarage / Technik und Abstellräume Durchgängiges Freiraumkonzept von der Frankfurter Strasse bis zur Waldstrasse Horizontal sind die Bauteile durch eine verbindende Schichtung gefasst.

Konzeptskizze Basis

Erschließungsqualtät.
Vernetzung Licht Kommunikation Verbindung.

Das kommunikationsfördernde Erschließungsband mit Sicht- und Brückenverbindungen ermöglicht den Zusammenhalt der Wohnstruktur. Die großzügigen und lichtdurchfluteten Treppenhäuser sind vorgesehen mit der Option für den Einbau zusätzlicher Aufzüge bei Bedarf, eine Minimierung von Aufzügen ist durch das Erschließungsband gegeben.

Die Verbindungsstege dienen gleichzeitig als 2. baulicher Rettungsweg für die 4-geschossigen Gebäude und der Erschließung weiterer barrierefreier Wohnungen.

Der Gemeinschaftsraum liegt zur Öffentlichkeit orientiert an der Taunusstrasse. An der Taunus-/ Ecke Waldstrasse ist eine Gewerbeeinheit vorgesehen.

Konzeptskizze Erschließung

Volumen.
Die Volumen sind baulich strukturiert durch eine vertikale Schichtung von verbindenden Bandstrukturen:

Bewegtes Dachlandschaftsband als formgebendes Bebauungsrückgrat

Transparentes Erschließungsband mit Brückenverbindungen

Grünterrassenband als variables Volumen für den Anschluss an die Nachbarbebauung

Konzeptskizze Volumen
Querschnitt / Ansicht

Ausrichtung Wohnungen.
Die differenzierte Ausrichtung der Wohnungen ermöglicht größtenteils eine 2- bis 3-seitige Belichtung.

Die Wohnräume sind nach Süden orientiert und mit eigenen Außenbereichen versehen: Gärten, Balkone, Grünterrassen.
Die Brücken und Gärten auf den Flachdächern werden gemeinschaftlich genutzt.

Die Gebäudekonstruktion besteht aus einem Stahlbetongrundgerüst mit vorgefertigten Deckenplatten, Stützen und Treppenhaustürmen. Die Ausfachung der Fassaden- und Wohnungstrennwände erfolgt durch vorgefertigte, hochgedämmte Holzrahmenbau-Elemente. Die großflächigen Fensterelemente sind 3-fach verglast. Die Flachdächer sind extensiv begrünt.

Die 2- bis 4-geschossigen Gebäude sind als energieeffiziente Häuser in Hybridbauweise geplant und sollen als ökologisches, ressourcensparendes und nachhaltiges Bauwerk erstellt werden. Durch die Wahl dieser Konstruktion kann die Bebauung innerhalb eines straffen Kosten- und Zeitplanes realisiert werden. Die Materialwahl soll der Energieeffizienz Ausdruck verleihen; durch energetisch wirksame und ökonomisch vertretbare Bauweise und langlebige Baustoffe.

Detail Fassade / Schnitt Hybridkonstruktion
L-Figur

Wie die Baustrukturen zeichnen sich die Gartenhöfe durch eine vielfältige Variation übergreifender Regeln aus: Sie sind gegliedert durch ein durchgängig dreizeiliges Pattern aus geschnittenen Pflanzkörpern und freien Staudenpflanzungen auf einem durchgängigen Pflasterteppich.

Die Pflanzkörper betonen die Eingänge, bergen Plätze für die Fahrräder und baumbestandene Bankplätze an der Schwelle zur Hofgasse. Die privaten Freisitze sind geschützt und eingebunden, offene Fugen im Grün ermöglichen jedoch die Kommunikation mit dem Nachbarn. Die Variabilität der Grundstruktur ermöglicht auch eine optionale Einbindung in ein künftiges blockdurchdringendes Freiraumsystem.

Hofbebauung im umgebenden Stadtraum

Zur atmosphärischen Schale der Hofgasse gehört auch die (sanierte) denkmalgeschützte Mauer im Norden. Die weniger attraktiven Mauerabschnitte des Mittelbereichs werden eingebunden in ein schlankes, grün bewachsenes Volumen: Hinter Lamellentüren verbirgt sich hier die Entsorgungsstation des Quartiers - die wertvollen Gartenhöfe werden derart entlastet. Für den Südbereich wird der Ersatz der Mauer durch eine Hecke vorgeschlagen.

Im Hinblick auf den schwierigen Berechtigungsnachweis für parkende Besucher im Hof wird vorgeschlagen diese auch in der Tiefgarage unterzubringen („Besucher frei“). An der Hofgasse selbst werden 2 Stellplätze für Behinderte angeboten.